ÿþ<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 3.2//EN"> <html> <head> <title>12 Mythen zu Stuttgart 21 - und ihre Entzauberung</title> <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=ISO-8859-1"> <meta name="GENERATOR" content="Namo WebEditor v2.00"> <style type="text/css"> <!-- h1 { font-family: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 24pt; line-height: 30pt; font-weight: bold; color: #000000} h2 { font-family: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; color: #000000; font-size: 16pt; line-height: 20pt; font-weight: lighter} h3 { font-family: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; line-height: 15pt; font-weight: normal; color: #000000} h4 { font-family: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 10pt; line-height: 13pt; font-weight: normal; color: #000000} h5 { font-family: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 8pt; line-height: 10pt; font-weight: normal; color: #000000} a:visited { color: #000099} --> </style> </head> <body bgcolor="#CCFFFF" text="black" link="blue" vlink="purple" alink="red" onload> <p><font face="Arial">&nbsp; </font> <table border="0" width="100%"> <tr> <td width="14%" height="482" valign="top" bgcolor="#FFFFCC" border="0" bordercolor="#FFFFCC"><pre> <font face="Arial"><a href="../index.htm"><img src="../images/logo.gif" align="top" width="160" height="120" border="0"></a></font> <font face="Arial"><b>&nbsp;</font><font face="Arial"><a href="../rundbriefe/rundbriefe.htm">Rundbriefe</a></b></font> <font face="Arial"><b>&nbsp;</b></font><font face="Arial"><b><a href="../s%2021%20kritik/behauptungen_und_luegen.htm">Behauptungen und Lügen &nbsp;&nbsp;zu Stuttgart 21</b></a></font> <font face="Arial"><b>&nbsp;</b></font><font face="Arial"><b><a href="http://www.kopfbahnhof-21.de/" target="_blank">Kopfbahnhof 21 - K21</a></b></font> <font face="Arial"><b>&nbsp;</b></font><font face="Arial"><b><a href="../s%2021%20kritik/s21kritik01.htm">Kritik an S21</a></b></font> <font face="Arial"><b>&nbsp;</b></font><font face="Arial"><b><a href="../inis/inis01.htm">Interessante Links</a></b></font> <font face="Arial"><b>&nbsp;</b></font><font face="Arial"><b><a href="../impressum.htm">Impressum</a></b></font> </pre></td> <td width="5%" height="482"></td> <td height="482" valign="top"><h2 style="margin-bottom:0cm;"><font face="Arial">12 Mythen zu Stuttgart 21</font></h2> <h2 style="margin-bottom:0cm;"><font face="Arial"><i>und ihre Entzauberung</i></font></h2> <ol> <li><font face="Arial"><b>Stuttgart 21 (S 21) schlie&szlig;t Stuttgart an das Europ&auml;ische Hochgeschwindigkeitsnetz an</b></font><font face="Arial"><br> Stuttgart ist bereits &uuml;ber die Neubaustrecke nach Mannheim an das Hochgeschwindigkeitsnetz ange&shy;schlos&shy;&shy;sen. Ab Sommer 2007 werden die schnellen TGV&acute;s von Paris bis nach Stuttgart fahren. Die Einbind&shy;ung Richtung M&uuml;nchen in das Hochgeschwindigkeitsnetz erfolgt ausschlie&szlig;lich &uuml;ber die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Bei Beibehaltung des Stuttgarter Kopfbahnhofes ist ein Anschluss an die diese Neubau&shy;strecke &uuml;ber einen neuen Tunnel von Obert&uuml;rkheim nach Denkendorf m&ouml;glich. Dabei m&uuml;ssen weniger H&ouml;hen&shy;meter &uuml;berwunden werden, was Energie und Betriebskostens spart und man ist genauso schnell in Ulm wie bei S 21.</font> <li><font face="Arial"><b>Stuttgart 21 erschlie&szlig;t den Flughafen und die Landesmesse </b></font><font face="Arial"><br> Ein ICE-Halt am Flughafen ist nicht zwingend notwendig, da nur ein geringer Bedarf besteht. Dies unterstreicht auch das geplante Betriebsprogramm von S 21  nur jeder Dritte ICE soll dort halten, also alle Stunde ein ICE. Die n&auml;chsten Fernbahnh&ouml;fe des geplanten Flughafenbahnhofs sind Mannheim, Stuttgart und Ulm. Die Personen in Mannheim, die auf einen Flieger wollen, fahren mit der Bahn zum gr&ouml;&szlig;eren Frankfurter Flughafen. Die Stuttgarter werden nicht den teuren ICE f&uuml;r 8 Minuten Fahrzeit nehmen, sondern eher die S-Bahn und Regionalz&uuml;ge. Lediglich die Personen von Ulm kommend h&auml;tten einen Vorteil, der aber prim&auml;r aus der Neubaustrecke resultiert. Diesen Fahrzeitgewinn macht sich auch das vom BUND mitentwickelte Alternativkonzept Kopfbahnhof 21 zu Nutze. Dort wird  als Option - der Flughafen auch, aber untergeordnet an das ICE-Netz angeschlossen. Die Anbindung mit Regionalz&uuml;gen ist genau so m&ouml;glich. Auf vielen Verbindungen bietet Kopfbahnhof 21 sogar k&uuml;rzere Fahrzeiten zum Flughafen wie bei S 21.</font> <li><font face="Arial"><b>Stuttgart 21 erm&ouml;glicht Fahrzeitverk&uuml;rzungen</b></font><font face="Arial"><br> Nur die Neubaustrecke f&uuml;hrt zu einer Verk&uuml;rzung der Fahrzeit Stuttgart-Ulm von heute 54 Minuten auf 28 Minuten. S 21 hat an dieser Reduktion definitiv keinen Anteil. Beim Durchgangsbahnhof S 21 k&ouml;nnen die Z&uuml;ge etwas schneller ein- und ausfahren als beim Kopfbahnhof, dies macht aber max. 1-2 Minuten aus. Bei einem Halt am Flughafen kommt es jedoch zu ein Fahrzeitverl&auml;ngerung von ca. 5 Minuten. Die bei S 21 immer wieder genannten Verk&uuml;rzungen beim Regionalverkehr resultieren aufgrund von sog. Durchmesserlinien, z.B. Aalen-(Stuttgart)-T&uuml;bingen. Solche Verbindungen sind jedoch mit Kopfbahnhof 21 ebenso m&ouml;glich.</font> <li><font face="Arial"><b>Stuttgart 21 erh&ouml;ht das Zugangebot</b></font><font face="Arial"><br> Die Verk&uuml;rzungen der Fahrzeiten und damit eine Nachfragesteigerung sind sehr wohl auch bei Kopfbahnhof 21 m&ouml;glich. Da S 21 sehr viele &ouml;ffentliche Nahverkehrsmittel bindet (&uuml;ber 500 Mio. Euro), bleibt f&uuml;r das bestehende Nahverkehrsangebot immer weniger &uuml;brig. Die aktuellen K&uuml;rzungen von 2,1 Mio Zugkilometern in BaW&uuml; sind der beste Beweis. S 21 bedingt auch deutlich h&ouml;here Stations- und Trassen&shy;preise, welche dann auf die Fahrpreise umgelegt werden. Der Fahrgast zahlt somit die Zeche oder er kehrt der Bahn gleich den R&uuml;cken. Sinkende Nach&shy;frage f&uuml;hrt dann zu einer Ausd&uuml;nnung des Angebots. &Uuml;brigens die aktuellen, drastischen Fahr&shy;preis&shy;erh&ouml;hungen der Bahn zum Jahresbeginn wurden u.a. mit neuer Infrastruktur wie der neue Berliner Hauptbahnhof begr&uuml;ndet.</font> <li><font face="Arial"><b>Stuttgart 21 macht Bahnfahren attraktiver</b></font><font face="Arial"><br> Eines der gr&ouml;&szlig;ten M&auml;ngel von S 21 ist, dass ein Integraler Taktfahrplan nach Schweizer Vorbild nicht m&ouml;glich ist. S 21 bringt f&uuml;r 10 % Durchreisende eine Minute Fahrzeitgewinn  f&uuml;r die 90 % Fahrg&auml;ste, die ein- aus- und umsteigen bringt es jedoch nur Nachteile, weil z.B. Anschl&uuml;sse verpasst werden. Insbesondere bei Versp&auml;tungen puffert der Kopfbahnhof diese besser weg, so dass sich die Versp&auml;tungen nicht im ganzen System fortpflanzen. Deshalb ist der Stuttgarter Hauptbahnhof auch einer der p&uuml;nktlichsten Gro&szlig;bahnh&ouml;fe in ganz Deutschland. Vereinfacht ausgedr&uuml;ckt: Beim Kopfbahnhof warten Z&uuml;ge auf Menschen  beim Durchgangsbahnhof warten Menschen auf Z&uuml;ge</font> <li><font face="Arial"><b>Stuttgart 21 erm&ouml;glicht die Erweiterung der Innenstadt und ist ein Fl&auml;chenrecyclingprojekt</b></font><font face="Arial"><br> Beim Alternativkonzept Kopfbahnhof 21 werden ebenfalls im erheblichen Umfange Fl&auml;chen frei, die in erster Linie f&uuml;r Wohnen genutzt werden k&ouml;nnten. Bei S 21 hingegen m&uuml;ssen die Fl&auml;chen aufgrund des hohen Vermarktungsdruckes hoch und dicht mit B&uuml;ros bebaut werden. Daf&uuml;r ist aber kein Bedarf da. Die Fl&auml;chen auf der sog. A1-Fl&auml;che sind Ladenh&uuml;ter. Viele Fl&auml;chen stehen bei S 21 erst im Jahre 2017 und sp&auml;ter zur Verf&uuml;gung, da diese f&uuml;r die Baulogistik ben&ouml;tigt werden. Eine Zeit also in der f&uuml;r Stuttgart schon ein deutlicher Bev&ouml;lkerungsr&uuml;ckgang prognostiziert wird. Die Verlagerung des Abstell- und G&uuml;terbahnhofes an andere Standorte bedingt dort neuen Fl&auml;chenverbrauch. Die regionale Fl&auml;chenbilanz von S 21 ist somit sogar schlechter wegen des Wegfalles von zentralen Funktionen.</font> <li><font face="Arial"><b>Stuttgart 21 erm&ouml;glicht die Erweiterung der Parkfl&auml;chen und ist umweltgerecht</b></font><font face="Arial"><br> S 21 gef&auml;hrdet die Mineralquellen, die einen einzigartigen Naturschatz darstellen. S 21 f&uuml;hrt zur Verschlechterung des jetzt schon hochbelasteten Stadtklimas. S 21 zerst&ouml;rt die Schlossgartenanlagen, wertvolle Trockenbiotope und den denkmalgesch&uuml;tzten Bonatzbau. Die Parkerweiterung ist im Verh&auml;ltnis zu den Zerst&ouml;rungen marginal und hat nur Alibi-Funktion.</font> <li><font face="Arial"><b>Stuttgart 21 erh&auml;lt den Bonatzbau</b></font><font face="Arial"><br> Bei S 21 werden dem denkmalgesch&uuml;tzten Hauptbahnhofgeb&auml;ude (Bonatzbau) beide Seitenfl&uuml;gel amputiert. Das Hauptgeb&auml;ude bleibt als Torso stehen und wird  entkernt . In seiner Denkmalw&uuml;rdigkeit und Einmaligkeit als Wahrzeichen von Stuttgart steht der Bonatzbau dem Neuen oder Alten Schloss in Nichts nach. Nach dem Abriss des Schocken-Kaufhauses und des Kronprinzenpalais am Kleinen Schlossplatz kn&uuml;pft S 21 wieder an die Abriss-S&uuml;nden der 50- und 60iger Jahre an.</font> <li><font face="Arial"><b>Stuttgart 21 ist w&auml;hrend der Bauzeit kein Problem</b></font><font face="Arial"><br> Im Bereich von der J&auml;gerstra&szlig;e bis zum Wagenburgtunnel, aber auch um den Nordbahnhof und am Neckar in Bad Cannstatt und Untert&uuml;rkheim sowie in Degerloch sind erhebliche L&auml;rmbelastungen und Staus zu erwarten  und das fast ein Jahrzehnt lang. Beim Neubau des Berliner Hauptbahnhofes sind aus 3 Jahre Bauzeit 10 Jahre geworden. Das wichtigste Naherholungsgebiet von Stuttgart  der Schlossgarten  wird fast ein Jahrzehnt kaum mehr nutzbar sein. Paradox ist, dass der Bauherr DB viele Transporte per LKW abwickeln will und nicht auf der Schiene.</font> <li><font face="Arial"><b>Stuttgart 21 ist solide finanziert und wirtschaftlich</b></font><font face="Arial"><br> Alle vergleichbaren Bahngro&szlig;projekte kamen schlussendlich deutlich teurer wie geplant. Der Stuttgarter Untergrund ist extrem schwierig (Kl&uuml;fte, Hebungen, etc.) und die Preise f&uuml;r Baustahl sind in letzter Zeit f&ouml;rmlich explodiert. Der sehr schwierige Abschnitt beim Flughafen-Bahnhof ist noch nicht genehmigt  dort drohen weitere, kostentr&auml;chtige Auflagen. Im Oktober 2006 hat Bundesverkehrsminister Tiefensee dem bisher 3 Mrd. teuren Projekt eine Finanzierungsl&uuml;cke in H&ouml;he von 1,5 Mrd. Euro attestiert. Das bedeutet Stuttgart 21 kostet schlussendlich ca. 4,5 Mrd. Euro. Sollte das Projekt tats&auml;chlich realisiert werden, so w&auml;re diese Summe &uuml;berwiegend durch Steuergelder und h&ouml;here Bahnfahrpreise zu decken.</font> <li><font face="Arial"><b>Stuttgart 21 mehrt das Wohl des ganzen Landes und ist Zukunft</b></font><font face="Arial"><br> S 21 dient allein der Stadterweiterung von Stuttgart, wof&uuml;r jedoch kein Bedarf ist. S 21 schadet anderen, sinnvolleren Bahnprojekten wie dem Ausbau der Oberrheinstrecke. S 21 bindet enorme Mittel an Kapital, die erst nach 8 + X Jahren in Betrieb genommen werden k&ouml;nnen. S 21 ist ein sog.  Alles-oder-Nichts-Projekt  es ist v&ouml;llig unflexibel und kann auf rasche &Auml;nderungen in einem dynamisch sich entwickelnden Bef&ouml;rderungs&shy;markt nicht reagieren. S 21 bindet Nahverkehrsmittel, die im Rest des Landes fehlen. S 21 l&ouml;st zwar Folgeinvestitionen aus, dies tun Kopfbahnhof 21 und die anderen kleineren Schienenprojekte auch. Dort sogar, aufgrund der dezentralen und kleinr&auml;umigeren Strukturen, wesentlich effektiver hinsichtlich Schaffung neuer Arbeitspl&auml;tze. Bei S 21 kommen wenige, auf Tunnelbau spezialisierte, in der Regel ausl&auml;ndische, Gro&szlig;unternehmen zum Zuge.</font> <li><font face="Arial"><b>Stuttgart 21 ist Wunsch der Bev&ouml;lkerung und der Bahnkunden</b></font><font face="Arial"><br> Trotz seiner Zusage beim letzten OB-Wahlkampf will OB Wolfgang Schuster keinen B&uuml;rgerentscheid zulassen. Er wei&szlig; genau, dass vor allem nach den j&uuml;ngsten, weiteren Finanzzusagen des Landes, der Region und der Stadt in der Bev&ouml;lkerung keine Mehrheit f&uuml;r das Projekt da ist. In der Bev&ouml;lkerung  auch in anderen Landesteilen - gibt es einen klaren Trend gegen das Projekt. Die letzte Umfrage der Stuttgarter Zeitung vom Herbst 2006 war nicht objektiv, da mit der Fragestellung suggeriert wurde, dass nur mit S 21 eine Anbindung an die Neubaustrecke m&ouml;glich ist und damit Fahrzeitverk&uuml;rzungen erreichbar sind. Interessant ist auch, dass zum Unterst&uuml;tzerkreis von S 21 eine ganze Reihe von Baufirmen und Banken angeh&ouml;ren. Dies zeigt wer in erster Linie von dem Milliarden-Prestigeprojekt profitiert.</font> </ol> <p><font face="Arial">ViSdP: Gerhard Pfeifer, BUND Regionalverband Stuttgart, Roteb&uuml;hlstra&szlig;e 86/1, 70178 Stuttgart<br> Fon 0711/61970-40, email: gerhard.pfeifer@bund.net. (M&auml;rz 2007)<br> &Uuml;ber den BUND erhalten sie auch die kostenlose Brosch&uuml;re  Kopfbahnhof 21  </font></p> <p>&nbsp;</td> <td width="5%" height="482"></td> </tr><tr> <td width="14%" valign="top" bgcolor="#FFFFCC" border="0" bordercolor="#FFFFCC"><p><font face="Arial"><a href="#top"><img src="../images/top.gif" width="21" height="21" border="0"></a></font></td> <td width="5%"><p><font face="Arial">&nbsp;</font></td> <td valign="top"><h5><font face="Arial">Wenn Sie uns Ihre Meinung mitteilen wollen oder selbst Texte zum Thema haben: Nehmen Sie </font><font face="Arial"><a href="mailto:Gangolf.Stocker@gmx.de">Kontakt</a></font><font face="Arial"> mit uns auf.</font></h5></td> <td width="5%"><p><font face="Arial">&nbsp;</font></td> </tr></table> <p><font face="Arial">&nbsp;</font></p> </body> </html>