Leben in Stuttgart -

Kein Stuttgart 21

UMKEHR

Stuttgart

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Gangolf Stocker
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70186 Stuttgart
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Presseerklärung
 

Stuttgart, den 18. Juni 2003

Stuttgart 21/Bebauungsplan A1

Die Initiative „Leben in Stuttgart – Kein Stuttgart 21“ begrüßt die Neuorientierung des Gemeinderats hinsichtlich der Bedingungen für die Baufreigabe der Teilfläche A1. Es ist gut, daß die Stadt nunmehr der Deutschen Bahn AG die Grenzen der Erpressbarkeit signalisiert hat; gleichwohl steht zu befürchten, daß sich dieser Poker vor dem Hintergrund von Stuttgart 21 noch lange hinziehen wird.

Es ist niemanden vermittelbar, daß die Leseratten und alle anderen Bildungshungrigen in dieses heute schon trostlose Bankenviertel hinter dem Bahnhof gezwungen werden sollen, damit der Verkaufswert der Grundstücke gesteigert wird und damit Stuttgart 21 finanzierbar bleibt.

So sehr wir es auch begrüßen, daß die seit gestern veränderte Verhandlungsposition der Landeshauptstadt die städtebauliche Selbstblockade ein wenig relativiert, so sehr bedauern wir aber auch, daß dabei die zukünftige bahnverkehrliche Situation keine Beachtung findet: Notwendig wäre, dass man auch überlegt: Was kann man für den Schienenverkehr heute tun, was mit wenig finanziellen Mitteln morgen schon die Situation erheblich verbessern und was nebenbei auch noch das „Bekenntnis“ für oder gegen Stuttgart 21 nachrangig werden ließe.

Die Initiative „Leben in Stuttgart – Kein Stuttgart 21“ und UMKEHR Stuttgart haben ein verkehrliches und städtebauliches Konzept erstellt, wie der Schienenverkehrsknoten Stuttgart sukzessive ausgebaut und die Stadtentwicklung weiter betrieben werden kann, ohne dass die Gretchenfrage immer aufs neue gestellt werden muß.

Wenn man dann noch die U12 und die Rohrer Kurve – beides ebenfalls Bestandteil von Stuttgart 21 - vorab in Angriff nehmen würde, hätte man für vergleichsweise wenig Geld schon sehr viel für den Bahnknoten Stuttgart und damit für die verkehrliche Anbindung der Landeshauptstadt an das Umland getan.

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