ÿþ<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 3.2//EN"> <html> <head> <title>Rede von Waldemar Grytz 29. M&auml;rz 2010</title> <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=ISO-8859-1"> <meta name="GENERATOR" content="Namo WebEditor v2.00"> <style type="text/css">H1 { COLOR: #ffffff; FONT-FAMILY: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; FONT-SIZE: 24pt; FONT-WEIGHT: bold; LINE-HEIGHT: 30pt } H2 { COLOR: #ffffff; FONT-FAMILY: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; FONT-SIZE: 16pt; FONT-WEIGHT: normal; LINE-HEIGHT: 20pt } H3 { COLOR: #000000; FONT-FAMILY: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: normal; LINE-HEIGHT: 15pt } H4 { COLOR: #000000; FONT-FAMILY: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; FONT-SIZE: 10pt; FONT-WEIGHT: normal; LINE-HEIGHT: 14pt } H5 { COLOR: #000000; FONT-FAMILY: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; FONT-SIZE: 8pt; FONT-WEIGHT: normal; LINE-HEIGHT: 10pt } A:visited { COLOR: #000099 } </style> </head> <body bgcolor="white" text="black" link="blue" vlink="purple" alink="red" onload style="font-family: Arial"> <p><font face="Arial"><b>&nbsp; </b></font> <table border="0" cellspacing="0" width="100%"><caption align="top">&nbsp;</caption> <tr> <td width="5%" valign="top" bgcolor="white"><p><font face="Arial"><b>&nbsp;</b></font></td> <td width="14%" valign="top" bgcolor="#00CCCC" border="0"><p><font face="Arial"><b>&nbsp;</b></font></td> <td width="3%" valign="top" bgcolor="#00CCCC"></td> <td valign="bottom" bgcolor="#00CCCC"><p><font face="Arial"><b><br> &nbsp; </b></font></p> <h2><font face="Arial"><b>Rede von Waldemar Grytz, dem Vorsitzenden der Naturfreunde Stuttgart, auf der Montagsdemo vom 29. M&auml;rz 2010</b></font></h2></td> <td valign="top" bgcolor="#00CCCC"><p><font face="Arial"><b>&nbsp;<img src="../images/blindgif.gif" align="right" width="40" height="80" border="0"><img src="../images/clip_3D.jpg" align="right" border="0"></b></font></td> <td width="5%" valign="top"></td> </tr><tr> <td width="5%" bgcolor="white"><p><font face="Arial"><b>&nbsp;</b></font></td> <td width="14%" height="482" valign="top" bgcolor="#DDFFFF" border="0"><pre><font face="Arial"><b><a href="../index.htm"><img src="../images/logo.gif" width="160" height="120" border="0" valign="top"></a></b></font> <font face="Arial"><b>&nbsp;</b></font><font face="Arial"><b><a href="../rundbriefe/rundbriefe.htm">Rundbriefe</a></b></font> <font face="Arial"><b>&nbsp;</b></font><font face="Arial"><b><a href="../s%2021%20kritik/s21kritik01.htm">Kritik an S21</a></b></font> <font face="Arial"><b>&nbsp;</b></font><font face="Arial"><b><a href="../inis/inis01.htm">Interessante Links</a></b></font> <font face="Arial"><b>&nbsp;</font><font face="Arial"><a href="../impressum.htm">Impressum</a></b></font> </pre></td> <td width="3%" height="482"></td> <td height="482" valign="top" colspan="2"> <br /> Liebe Freundinnen und Freunde des Kopfes und Kopfbahnhofs,<br /> <br /> zunächst drei Vorbemerkungen:<br /> <br /> 1.<br /> Man muss kein regelmäßiger Kunde der Deutschen Bahn sein, um Zweifel am verkehrspolitischen Nutzen von Stuttgart 21 zu haben und um die finanziellen Risiken auf Kosten der Allgemeinheit für abenteuerlich zu halten.<br /> <br /> 2.<br /> Man muss diesen Bonatz-Bau nicht schön finden - auch Architektur ist Geschmacksache -, um gegen seine Verschandelung und für den Ausbau und die Modernisierung des Kopfbahnhofs zu sein. <br /> <br /> 3.<br /> Gut durchdachte Argumente für K21 sind auf diesen Montagsdemos zahlreich und in unterschiedlichster Form vorgetragen worden.<br /> <br /> Deshalb wende ich mich an einige, die heute hier nicht anwesend sind, die aber spätestens seit dem Erfolg der Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren, seit der Gemeinderatswahl im letzten Jahr, seit&nbsp; den Beschlüssen des DGB, der IG Metall und vielen anderen gegen S21 aufgewacht sein müssten.<br /> <br /> Die Naturfreunde wurden 1895 im Umfeld der sozialdemokratischen Bewegung Österreichs in Wien gegründet, die Stuttgarter Naturfreunde 1910, also vor 100 Jahren.<br /> <br />Über das Verhältnis zwischen SPD und Naturfreunden schrieb der Spiegel einmal: &quot;Ausgerechnet die oft belächelten Naturfreunde, die immer etwas politisch zurückgeblieben wirkten, haben sich mehr als einmal als diejenigen erwiesen, die Irrwege mieden, auf denen die SPD allzu lange wandelte. Oft waren sie schon auf der Höhe der Beschlüsse des übernächsten Bundesparteitages, jedenfalls ihrer Zeit voraus, oft gar außer Hörweite. <br /> <br /> Wir sind ein internationaler Freizeitverband mit Wurzeln in der traditionellen Linken, nken, <br /> - der sich schon in den 50er und 60er Jahren gegen Landschaft zerstörende Projekte aussprach, auch wenn SPD-Poltiker dafür verantwortlichen waren, <br /> - der vor der friedlichen Plutoniumwirtschaft gewarnt hat, als das Godesberger Programm noch von der atomaren Zukunft schwärmte,<br /> - der für eine nachhaltige Wirtschaftsweise und solidarische Beziehungen zwischen den Menschen eintritt.<br /> <br /> Was das mit Stuttgart 21 zu tun hat?<br /> <br /> Die Stuttgarter Naturfreunde haben sich 1997 auf ihrer Bezirkskonferenz mit großer Mehrheit für den Erhalt des Kopfbahnhofs und den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ausgesprochen. <br /> <br /> Vorausgegangen waren u.a. auch Diskussionen mit Gemeinderäten der SPD.<br /> <br /> Einige meinten, sie müssten - ohne die Alternativen wirklich ernsthaft berücksichtigen zu müssen - auf den Zug in den Tunnel aufspringen, um vom Bürgerblock nicht als fortschrittsfeindlich blosgestellt zu werden.<br /> <br />Andere meinten, &quot;die Kerle wollen nur spielen (&quot;Morbus Märklin &nbsp; im fortgeschrittenen Mannesalter). Das werde sich über die Kosten schon von alleine erledigen.<br /> <br /> ... und wieder andere halten das ganze Thema nicht für ihr eigentliches Ressort und üben Disziplin, ohne die eine Fraktion unter Beschuss von Schwarz und Grün nicht überleben könne.könne.<br /> <br /> Und dann gibt es bis heute führende Mandatsträger/innen, Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende, die ernsthaft glauben, das Wahlvolk habe ihre guten Absichten, den genialen städtebaulichen und verkehrstechnischen Wurf nur nicht richtig verstanden und das alles sei ein Problem der Vermittlung.<br /> <br /> Nein&nbsp; wir haben verstanden:<br /> Wir haben, liebe Genossinnen und Genossen von der SPD, zunehmend kein Verständnis mehr für eine Haltung, die jener der drei Affen vergleichbar ist:<br /> <br /> - die nicht sehen wollen, dass das Milliardenloch in Stuttgarts Mitte andere Löcher im sozialen Bereich, im Nahverkehr, usw. aufreißt und andere sinnvolle Verkehrs-Projekte gefährdet<br /> <br /> - die nicht hören wollen, dass die Mehrheit der Bevölkerung keine Großbaustelle in der Innenstadt mit ihren jahreslangen Belästigungen und Behinderungen wünscht, nur damit einige wenige auf der so genannten  europäischen Magistrale schneller durch den Talkessel rauschen können.<br /> <br /> - die nicht ernsthaft reden wollen mit Experten, die andere, verträgliche und kostengünstigere Lösungen für eine Modernisierung des Kopfbahnhofs a la Leipzig, Frankfurt usw. vorgeschlagen haben.<br /> <br /> Gerhard Schröders BASTA!-Politik hat zu massivem Mitgliederverlust, zur Abwendung von aktiven Gewerkschaftsmitgliedern, zum Verlust an Glaubwürdigkeit bei den eigenen Stammwählern geführt.<br /> <br /> Was das mit Stuttgart 21 zu tun hat?<br /> <br /> Das gleiche Muster wie auf Bundesebene, das gleiche Fehlen von kritischer Distanz zu den Drahtziehern und Profiteuren des Projekts. <br /> <br /> Darum die Botschaft an den Kreisvorstand und die Gemeindräte der SPD, die heute an anderer Stelle mit ihren Ortsvereinen über die nächste Landtagswahl diskutieren: <br /> <br /> Wer für S21 Milliarden in Stuttgarts Mitte vergräbt, der ist nicht 20 Minuten schneller in Ulm, in München oder sonst wo in Europa, sondern schneller bei 20%!<br /> <br /> Stuttgart 21 sei ein durch und durch sozialdemokratisches Projekt soll Wolfgang Drexler gesagt haben. <br /> Seine Landesvorsitzende hatte er am Abend und den Stuttgarter Kreisvorstand wenige Stunden vor der Übernahme seines Amtes als S21-Lautsprecher informiert. Derart demokratisch legitimiert macht er jetzt mehr oder weniger qualifiert Propaganda für das &quot;Herz Europas&quot;.<br />  Hofgängerei nannte man das in den Zeiten, als vor über 100 Jahren Württemberg noch von Königen regiert wurde und einige Sozialdemokraten hofften, daß sich die Anbiederung an ein überlebtes politisches System irgendwie bezahlt macht!<br /> <br />Zum Schluß ein Zitat von Kurt Tucholsky:<br /> &quot;So macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter<br /> einem ehemals guten Namen.&quot;&quot;<br /> <font color="#000000" face="Courier New" size="3"> <p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> &nbsp;</p> </font> </td> <td width="5%" height="482"> <br /> <br /> <br /> </td> </tr><tr> <td width="5%" bgcolor="white"><p><font face="Arial"><b>&nbsp;</b></font></td> <td width="14%" valign="top" bgcolor="#EEFFFF" border="0"><p><font face="Arial"><b><a href="#top"><img src="top.gif" width="16" height="21" border="0"></a></b></font></td> <td width="3%"><p><font face="Arial"><b>&nbsp;</b></font></td> <td valign="top" colspan="2"><p><font face="Arial" size="2"><b>Wenn Sie uns Ihre Meinung mitteilen wollen, oder selbst Texte zum Thema haben, oder wenn Sie noch weitere Interessierte wissen, die die Amtsblattberichterstattungen über Stuttgart 21 satt haben: Nehmen Sie </b></font><font face="Arial" size="2"><b><a href="mailto:Gangolf.Stocker@gmx.de"> Kontakt</a></b></font><font face="Arial" size="2"><b> mit uns auf.</b></font></td> <td width="5%"><p><font face="Arial"><b>&nbsp;</b></font></td> </tr></table> <p><font face="Arial"><b>&nbsp;</b></font></p> </body> </html>